Abstand halten

Abstand halten bei Hunden an der Leine.

Oft wird die Leine als „Freiheitsberaubung“ für den Hund bewertet.
Doch vielmehr kann sie ein wohlwollendes und schützendes Band zwischen Hund und Halter sein.
Nicht jeder Hund kommt sofort mit allen Situationen in unserem Alltag souverän zurecht.
Manche sind alt, krank, hatten schlechte Erfahrungen in ihrem Leben und sind daher unsicher oder unverträglich und zeigen das durch Angst, Panik oder auch aggressiven Verhalten.
Diese und viele andere Hunde brauchen das Gefühl geschützt durch ihren Halter zu sein.

Ein fremder Hund, der unangeleint in solch ein Mensch-Hund-Team reinrennt und „nur mal Hallo sagen will“ kann dann schnell das aufgebaute Vertrauen zunichte machen.

So lieb und verspielt euer Vierbeiner auch sein mag, wenn ihr einem angeleinten Hund begegnet, leint euren Hund an oder wahrt zumindest Abstand und behaltet euren Hund ruhig (nicht fixierend!) bei euch.
Nicht jeder Mensch hat das Glück einen „HappyDog“ zu haben, so wie Ihr.
Man kann dann immer noch fragen ob ein Kennenlernen okay wäre 😉

Abstand halten ist nicht nur ein wichtiges Thema zu Pandemie Zeiten.

Wir erwarten von unseren Mitmenschen das unser persönlicher/individueller Bereich akzeptiert wird. Keiner würde es dulden wenn ein fremder Mensch auf einen zu gerannt kommt und einen plötzlich umarmt oder in den Haaren rumwurschtelt. Egal wie nett gemeint, das geht einfach zu weit!

Doch von unseren Hunden erwarten wir, dass sie genau solche Situationen mit Artgenossen still aushalten sollen. Ein Hund darf sich nicht verteidigen, wenn er sich bedrängt fühlt, darf nicht Knurren oder Zähne zeigen… Und wie soll es dann funktionieren?

Ganz einfach, leint Euren Hund an!
Ihr signalisiert damit euren Gegenüber, dass ihr keinen direkten Kontakt möchtet. Das funktioniert übrigens auch andersrum.
So könnt ihr euren Hund besser (be)schützen.

Das Anleinen ist ein Zeichen des Respekts und kann ganz leicht viel Ärger ersparen.